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Luftiges Sonnenblumen-Leinsamen-Brot

Ein luftiges, milchfreies und veganes Sauerteigbrot mit gerösteten Sonnenblumenkernen, Leinsamen, lockerer Krume und kalter Übernachtgare.
Zubereitungszeit45 Minuten
Gesamtzeit1 Tag 10 Stunden 20 Minuten
Gericht: Brot
Küche: Deutsch
Schlüsselwörter: Übernachtgare, Leinsamenbrot, milchfreies Brot, Saatenbrot, Sauerteigbrot, Sonnenblumen-Leinsamen-Brot, Sonnenblumenkerne, veganes Brot
Portionen: 2 Brote mit jeweils etwa 600 g Teiggewicht
Kalorien: 1290 kcal
Kosten: ca. 3,50 Euro

Kochutensilien

  • Küchenwaage
  • 2 Schüsseln mit Deckel
  • Esslöffel
  • Herdplatte
  • kleine Pfanne
  • Pfannenwender oder Kochlöffel
  • Messbecher
  • Küchenmaschine mit Knethaken
  • Küchentuch
  • Große Schüssel
  • Pinsel
  • Teigspachtel
  • 2 längliche Gärkörbchen mit Haube
  • 2 große Plastiktüten mit etwa 6 Liter Fassungsvermögen
  • Backofen
  • Backstein
  • Fettpfanne
  • großes Brett oder Broteinschießer
  • Backpapier
  • Brötchenritzmesser
  • Sprühflasche mit Wasser
  • Ofenhandschuhe
  • Kuchengitter

Zutaten

Für den Sauerteig

  • 5 g Roggen-Anstellgut
  • 50 g warmes Wasser, etwa 40 °C
  • 50 g Weizenmehl Type 1050

Für das Quellstück

  • 70 g Sonnenblumenkerne
  • 60 g Leinsamen
  • 130 g Wasser

Für den Hauptteig

  • gesamter reifer Sauerteig
  • gesamtes Quellstück
  • 330 g Wasser
  • 250 g Dinkelmehl Type 812 oder Type 630
  • 150 g Weizenmehl Type 1050
  • 100 g Weizenvollkornmehl
  • 2 g Frischhefe
  • 14 g Salz

Außerdem

  • etwas Pflanzenöl für die Schüssel
  • 150 ml Wasser zum Schwaden

Anleitungen

Sauerteig und Quellstück vorbereiten

  • Das Roggen-Anstellgut mit dem 40 °C warmen Wasser und dem Weizenmehl gründlich verrühren. Die Schüssel abdecken und den Sauerteig 12–15 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.
  • Sonnenblumenkerne und Leinsamen ohne Fett in einer kleinen Pfanne unter regelmäßigem Wenden leicht anrösten. Die Saaten in eine zweite Schüssel geben, mit 130 g Wasser vermischen und etwas abkühlen lassen. Danach abdecken und parallel zum Sauerteig quellen lassen.
  • Der Sauerteig ist reif, wenn er deutlich an Volumen gewonnen hat, von Bläschen durchzogen ist und angenehm säuerlich riecht.

Hauptteig kneten

  • Den gesamten reifen Sauerteig, das Quellstück, 330 g Wasser, Dinkelmehl, Weizenmehl, Weizenvollkornmehl, Hefe und Salz in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben.
  • Den Teig 8 Minuten auf langsamer Stufe und anschließend 2 Minuten auf schnellerer Stufe kneten. Er bleibt durch das Quellstück weich und leicht klebrig, sollte aber zusammenhängend sein.
  • Eine große Schüssel dünn mit Pflanzenöl ausstreichen. Den Teig hineingeben, mit einem Küchentuch abdecken und 40 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

Teig dehnen und falten

  • Den Teig in der Schüssel nacheinander von allen Seiten vorsichtig hochziehen und zur Mitte legen. Die Schüssel erneut abdecken und den Teig weitere 40 Minuten bei Raumtemperatur reifen lassen.

Brote formen und kalt führen

  • Die Arbeitsfläche leicht bemehlen. Den Teig daraufgeben und in zwei gleich große Portionen von jeweils ungefähr 600 g teilen.
  • Beide Teigstücke zunächst rundwirken und anschließend zu länglichen Broten formen. Dabei Spannung aufbauen, ohne die eingeschlossenen Gärgase vollständig herauszudrücken.
  • Die Teiglinge in die länglichen Gärkörbchen legen. Jedes Gärkörbchen in eine große Plastiktüte stellen, gut verschließen und die Brote 8–14 Stunden im Kühlschrank reifen lassen.

Backofen und Brote vorbereiten

  • Den Backstein auf den Gitterrost legen und die Fettpfanne zum späteren Schwaden darunter einschieben. Den Backofen 30–40 Minuten auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Währenddessen die Gärkörbchen aus dem Kühlschrank nehmen und die Teiglinge bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen.
  • Ein großes Brett oder einen Broteinschießer mit Backpapier belegen. Beide Brote vorsichtig aus den Gärkörbchen auf das Papier stürzen, leicht mit Wasser besprühen und mit einem scharfen Brötchenritzmesser längs einschneiden.

Brote schwaden, backen und auskühlen lassen

  • Die Brote zusammen mit dem Backpapier auf den heißen Backstein schieben. Sofort 150 ml Wasser vorsichtig in die heiße Fettpfanne gießen und die Backofentür schließen. Achtung: Dabei entsteht sehr heißer Wasserdampf.
  • Die Backofentemperatur auf 220 °C Ober-/Unterhitze reduzieren und die Brote etwa 35–40 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn die Kruste kräftig gebräunt ist und die Unterseite beim Klopfen hohl klingt.
  • Die Brote mit Ofenhandschuhen aus dem Backofen nehmen und vor dem Anschneiden mindestens 2 Stunden auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Notizen

Rechtzeitig mit der Zubereitung beginnen:
Vom Ansetzen des Sauerteigs bis zum vollständigen Abkühlen solltest du bei den jeweils längsten angegebenen Reifezeiten ungefähr 34 Stunden und 20 Minuten einplanen. Der größte Teil davon ist passive Reife-, Kühl- und Abkühlzeit.
Beispielzeitplan mit jeweils 12 Stunden Reifezeit:
  • Tag 1, 08:00 Uhr – Sauerteig und Quellstück vorbereiten
  • 08:15–20:00 Uhr – Sauerteig reifen und Saaten quellen lassen
  • 20:00 Uhr – Hauptteig zubereiten und kneten
  • 20:15–20:55 Uhr – erste Teigruhe
  • 20:55 Uhr – Teig dehnen und falten
  • 21:00–21:40 Uhr – zweite Teigruhe
  • 21:40 Uhr – Brote teilen und formen
  • etwa 21:55 Uhr – Brote in den Kühlschrank stellen
  • Tag 2, 09:55 Uhr – Brote aus dem Kühlschrank nehmen und Backofen vorheizen
  • etwa 10:35 Uhr – Brote einschießen
  • etwa 11:15 Uhr – Brote aus dem Backofen nehmen
  • bis etwa 13:15 Uhr – vollständig auskühlen lassen
Reifezeiten richtig beurteilen: Die tatsächliche Dauer hängt von der Raumtemperatur, der Triebkraft des Sauerteigs und der Teigentwicklung ab. Orientiere dich zusätzlich an Volumenzunahme, sichtbaren Gärblasen und der Stabilität des Teiges.
Dinkelmehl auswählen: Dinkelmehl Type 812 bringt etwas mehr Aroma mit. Type 630 ergibt eine mildere und hellere Krume. Die im Rezept angegebene Wassermenge bleibt bei beiden Varianten unverändert.
Sicher schwaden: Beim Eingießen des Wassers entsteht sofort heißer Dampf. Halte Gesicht und Hände vom Ofenraum fern und arbeite ausschließlich mit geeigneten Ofenhandschuhen.
Brote richtig aufbewahren: Lasse die Brote vollständig auskühlen und bewahre sie anschließend in einem Brottopf oder sauberen Brottuch auf. Sie können auch in Scheiben geschnitten und portionsweise eingefroren werden.
Kalorien pro Scheibe:
Aus den zwei Broten lassen sich insgesamt etwa 24 Scheiben schneiden, also ungefähr 12 Scheiben pro Brot. Bei einem geschätzten Energiegehalt von rund 1.290 kcal pro Brot enthält eine Scheibe etwa 110 kcal. Der tatsächliche Wert kann je nach Scheibendicke und verwendeter Mehltype leicht abweichen.