Diese Quarkbällchen ohne Milch werden mit Pflanzenquark und Hafermilch zubereitet. Sie sind außen goldgelb, innen wunderbar fluffig und noch warm im Zimtzucker besonders lecker.
Mit der richtigen Fetttemperatur gelingen die kleinen Bällchen auch zu Hause gleichmäßig und locker.
Warum die Quarkbällchen locker und fluffig werden
Natron sorgt zusammen mit Apfelessig oder Zitronensaft dafür, dass der Teig beim Frittieren aufgeht. Vermische das Natron zuerst gründlich mit dem Mehl. Rühre die Mehlmischung anschließend nur so lange unter die Eiermasse, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Zu langes Rühren kann die Quarkbällchen kompakter machen.
Quarkbällchen bei der richtigen Temperatur frittieren
Das Pflanzenöl sollte während des Frittierens möglichst konstant zwischen 170 und 175 °C bleiben. Ist es zu heiß, werden die Quarkbällchen außen schnell dunkel, während sie innen noch nicht vollständig durchgebacken sind. Bei einer zu niedrigen Temperatur nehmen sie unnötig viel Fett auf.
Gib höchstens fünf Teigbällchen gleichzeitig in den Topf. Dadurch fällt die Fetttemperatur nicht zu stark ab und die Quarkbällchen haben ausreichend Platz zum Aufgehen.
Gleichmäßig runde Quarkbällchen portionieren
Mit einem Eisportionierer lassen sich ungefähr gleich große Teigmengen abstechen. Dadurch garen die Quarkbällchen gleichmäßiger und sind zur selben Zeit fertig. Streiche den Teig am Rand des Portionierers mit einem Messer sauber ab und lass ihn vorsichtig in das heiße Fett gleiten.
Sollten sich die Bällchen nicht von selbst drehen, wendest du sie während des Frittierens einmal behutsam mit einem Schaumlöffel oder Abseihkörbchen. Kleine Unterschiede in der Form sind bei selbst gemachten Quarkbällchen ganz normal.

Im eingebundenen Video zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du den Teig zubereitest, gleichmäßige Bällchen portionierst und sie bei der richtigen Temperatur goldgelb ausbackst. Wenn dir das Rezept gefällt oder du Fragen hast, freue ich mich über einen Kommentar hier auf dem Blog oder auf meinem YouTube-Kanal. Viel Freude beim Nachbacken!
Quarkbällchen ohne Milch – fluffig und goldgelb
Kochutensilien
- große Rührschüssel
- Handrührgerät oder Küchenmaschine
- Teigschaber
- großer, breiter Topf
- Bratenthermometer
- Eisportionierer
- Menümesser
- Schaumlöffel oder Abseihkörbchen
- Teller mit Küchenpapier
Zutaten
Für den Teig
- 2 Eier Größe L, alternativ 3 Eier Größe M
- 70 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 250 g Pflanzenquark oder 250 g abgetropfter Sojajoghurt (siehe Notizen)
- 2 EL Hafermilch
- 1 EL Apfelessig oder Zitronensaft
- 250 g Weizenmehl Type 550
- 1 gestr. TL Natron
Für den Zimtzucker
- 80 g Zucker
- 1/2 TL Zimt
Zum Frittieren
- 1 Liter Pflanzenöl, beispielsweise Rapsöl
Anleitungen
Zimtzucker und Arbeitsplatz vorbereiten
- Vermische den Zucker mit dem Zimt in einer flachen Schüssel oder auf einem tiefen Teller. Stelle den Zimtzucker beiseite, damit du die Quarkbällchen später direkt nach dem Frittieren darin wälzen kannst.
- Lege außerdem einen Teller mit mehreren Lagen Küchenpapier aus. Darauf können die fertigen Quarkbällchen kurz abtropfen.
Pflanzenöl auf die richtige Temperatur bringen
- Gib 1 Liter Pflanzenöl in einen ausreichend großen und möglichst breiten Topf. Der Topf sollte nur teilweise gefüllt sein, da heißes Fett beim Einlegen des Teiges aufschäumen kann.
- Erhitze das Pflanzenöl langsam auf 170 °C. Kontrolliere die Temperatur mit einem Bratenthermometer. Achte darauf, dass die Spitze des Thermometers in das Öl hineinragt, aber nicht den Topfboden berührt. Dort kann eine höhere Temperatur gemessen werden als im übrigen Fett.
- Lass das heiße Öl niemals unbeaufsichtigt. Brennendes Fett darf nicht mit Wasser gelöscht werden. Schalte in diesem Fall die Wärmequelle aus und decke den Topf vorsichtig mit einem passenden Deckel ab.
Eiermasse schaumig schlagen
- Gib Eier, Zucker, Vanillezucker und Salz in eine große Rührschüssel. Schlage die Zutaten mit einem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine 2–3 Minuten schaumig.
- Die Masse ist ausreichend aufgeschlagen, wenn sie heller geworden ist, leicht an Volumen gewonnen hat und der Zucker weitgehend darin gelöst ist.
Pflanzenquark und Flüssigkeit einrühren
- Gib Pflanzenquark, Hafermilch sowie Apfelessig oder Zitronensaft zur Eiermasse. Verrühre alles weitere 1–2 Minuten, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist.
- Der Apfelessig beziehungsweise Zitronensaft reagiert später mit dem Natron. Dadurch entstehen kleine Luftbläschen, die dazu beitragen, dass die Quarkbällchen beim Frittieren locker aufgehen. Der säuerliche Geschmack ist im fertig ausgebackenen Gebäck nicht wahrnehmbar.
Mehl und Natron einarbeiten
- Vermische das Mehl in einer separaten Schüssel sorgfältig mit dem Natron. Dieser Schritt ist wichtig, damit sich das Natron gleichmäßig im Teig verteilt und später keine einzelnen Stellen mit einem unangenehmen Natron-Geschmack entstehen.
- Gib die Mehlmischung zur Eiermasse. Rühre sie auf niedriger Stufe nur so lange unter, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Streiche bei Bedarf mit einem Teigschaber am Rand und am Boden der Schüssel entlang.
- Rühre den Teig nicht länger als nötig. Zu langes Rühren kann dazu führen, dass die Quarkbällchen weniger locker werden. Der fertige Teig ist weich und klebrig. Er muss sich nicht mit den Händen formen lassen.
Teig gleichmäßig portionieren
- Prüfe vor dem Portionieren, ob das Pflanzenöl eine Temperatur von 170 °C erreicht hat. Tauche den Eisportionierer kurz in das heiße Fett und lass ihn gut abtropfen. Dadurch kann sich der klebrige Teig leichter aus dem Portionierer lösen.
- Stich mit dem Eisportionierer eine möglichst gleichmäßige Menge Teig ab. Fahre mit einem Menümesser am Rand des Portionierers entlang, um überschüssigen Teig abzustreifen und ein möglichst sauberes Teigbällchen zu formen.
- Halte den Eisportionierer dicht über die Oberfläche des heißen Fettes und lass den Teig vorsichtig hineingleiten. Lass ihn nicht aus größerer Höhe hineinfallen, damit das heiße Fett nicht spritzt.
Quarkbällchen portionsweise frittieren
- Gib höchstens fünf Teigbällchen gleichzeitig in den Topf. Die Quarkbällchen gehen während des Frittierens noch auf und benötigen ausreichend Platz. Werden zu viele auf einmal eingelegt, sinkt außerdem die Fetttemperatur zu stark ab.
- Backe jede Portion etwa 5–10 Minuten goldgelb aus. Die genaue Dauer hängt von der Größe der Bällchen und der tatsächlichen Fetttemperatur ab.
- Kontrolliere die Temperatur regelmäßig. Sie sollte während des Frittierens zwischen 170 und 175 °C liegen. Wird das Fett zu heiß, reduziere die Wärmezufuhr. Fällt die Temperatur deutlich ab, warte vor der nächsten Portion, bis das Öl wieder 170 °C erreicht hat.
Quarkbällchen vorsichtig wenden
- Manche Quarkbällchen drehen sich im heißen Fett von selbst. Bleibt eine Seite deutlich heller, wende das Bällchen vorsichtig mit einem Schaumlöffel oder Abseihkörbchen.
- Drücke die Quarkbällchen dabei nicht zusammen. Sie sind während des Frittierens noch weich und können leicht ihre Form verlieren.
- Die Quarkbällchen sind fertig, wenn sie rundherum gleichmäßig goldgelb aussehen. Sehr große Bällchen benötigen etwas länger als kleinere. Ist ein Probebällchen außen bereits dunkel, aber innen noch feucht, forme die folgenden Portionen etwas kleiner oder reduziere die Fetttemperatur geringfügig.
Fertige Quarkbällchen abtropfen lassen
- Hebe die fertig ausgebackenen Quarkbällchen mit einem Schaumlöffel oder Abseihkörbchen aus dem heißen Fett. Halte sie kurz über den Topf, damit überschüssiges Öl zurücklaufen kann.
- Lege die Bällchen anschließend für einen kurzen Moment auf das vorbereitete Küchenpapier. Lass sie dort nicht vollständig auskühlen, da der Zimtzucker auf der noch warmen Oberfläche besser haftet.
Quarkbällchen in Zimtzucker wälzen
- Wälze die noch heißen Quarkbällchen vorsichtig im vorbereiteten Zimtzucker, bis sie rundherum damit bedeckt sind.
- Serviere die Quarkbällchen möglichst frisch und noch leicht warm. Sie können auch vollständig abgekühlt genossen werden, schmecken direkt nach der Zubereitung aber besonders locker und aromatisch.
Notizen
Wenn du keinen Pflanzenquark bekommst, kannst du ungesüßten Sojajoghurt verwenden. Für die benötigten 250 g Pflanzenquark solltest du etwa 400–500 g Sojajoghurt zum Abtropfen ansetzen, da dabei Flüssigkeit verloren geht. Lass den Joghurt mehrere Stunden oder über Nacht in einem mit einem sauberen Tuch ausgelegten Sieb abtropfen. Wiege anschließend 250 g des abgetropften Sojajoghurts für den Teig ab. Er sollte eine feste, quarkähnliche Konsistenz haben. Fetttemperatur konstant halten:
Frittiere immer nur wenige Quarkbällchen gleichzeitig. Zu viele Teiglinge lassen die Temperatur stark absinken und können dazu führen, dass das Gebäck mehr Fett aufnimmt. Sicher mit heißem Fett arbeiten:
Lass den Topf während des Frittierens nicht unbeaufsichtigt. Brennendes Fett niemals mit Wasser löschen, sondern die Wärmequelle ausschalten und den Topf mit einem passenden Deckel abdecken. Quarkbällchen richtig aufbewahren:
Frisch und noch leicht warm schmecken die Quarkbällchen am besten. Bewahre vollständig abgekühlte Reste gut verschlossen auf und verzehre sie möglichst innerhalb eines Tages. Klassische Zutaten verwenden:
Wenn das Rezept nicht milchfrei sein muss, kannst du Pflanzenquark und Hafermilch durch herkömmlichen Quark und Milch ersetzen.
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Für die Zubereitung der Quarkbällchen verwende ich einige praktische Küchenhelfer, die das Portionieren, Frittieren und Überwachen der Fetttemperatur erleichtern.
Mobile Herdplatte
Eine mobile Herdplatte ist praktisch, wenn du die Quarkbällchen nicht direkt am Küchenherd frittieren möchtest oder am gewünschten Arbeitsplatz keinen Herdanschluss hast.
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Bratenthermometer mit Alarmfunktion
Die richtige Fetttemperatur ist für gleichmäßig ausgebackene Quarkbällchen besonders wichtig. Mit einem Bratenthermometer kannst du kontrollieren, ob das Pflanzenöl konstant zwischen 170 und 175 °C bleibt.
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Handrührgerät
Mit einem Handrührgerät lassen sich Eier und Zucker schaumig aufschlagen. Auch Pflanzenquark und Hafermilch können damit schnell zu einer gleichmäßigen Masse verrührt werden.
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Eisportionierer
Ein Eisportionierer hilft dabei, ungefähr gleich große Teigmengen abzustechen. Dadurch werden die Quarkbällchen gleichmäßiger groß und benötigen eine ähnliche Frittierzeit.
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Abseihkörbchen
Mit einem Abseihkörbchen kannst du die Quarkbällchen während des Frittierens vorsichtig wenden und anschließend sicher aus dem heißen Fett heben. Alternativ eignet sich ein stabiler Schaumlöffel.
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