Diese Schwäbischen Seelen mit Dinkel sind eine ganz besondere Spezialität, die vor allem im süddeutschen Raum geliebt wird. Sie sind im Vergleich zu vielen anderen Gebäckstücken relativ schnell hergestellt und bestechen durch ihr unvergleichlich intensives Aroma. Ob als Begleiter zu einer herzhaften Brotzeit oder als besonderes Highlight beim ausgiebigen Frühstück – diese handgeformten Spezialitäten sind immer ein Genuss. Traditionell werden sie mit Kümmel und grobem Brezelsalz bestreut, was ihnen ihren charakteristischen Geschmack verleiht. Da ich persönlich kein Fan von Kümmel bin, verwende ich gerne Schwarzkümmel als Alternative – das schmeckt fantastisch!
Heutzutage sind der Fantasie beim Bestreuen keine Grenzen gesetzt: Viele Bäckereien bieten Seelen mittlerweile auch mit Käse, Kürbiskernen, Sesam oder Mohn an. In meinem Video zeige ich euch, wie ihr den weichen Hefeteig richtig handhabt und die Seelen traditionell aus dem Wasser „ausbrecht“, damit sie ihre typische Form und die herrlich luftige Krume erhalten.

Viel Spaß beim Nachbacken und Genießen! Schreibt mir doch gerne in die Kommentare, wie euch dieses schwäbische Original gelungen ist und mit welcher Zutat ihr eure Seelen am liebsten bestreut.
Zutaten für 4 Seelen:
Vorteig:
160 g Wasser
1 g Hefe
160 g Weizenmehl Type 550
Hauptteig:
Gereifter Vorteig
190 g Wasser
5 g Hefe
10 g Salz
10 g Backmalz
340 g Dinkelmehl Type 630
Außerdem:
Neutrales Pflanzenöl
Grobes Brezelsalz
Kümmel ganz oder Schwarzkümmel
Backzeit:
Ofen mit Backstein 30 Minuten vor dem Backen auf 240°C (Ober/Unterhitze) vorheizen. 15-18 Minuten (mit Dampf) backen.
Materialliste:
Küchenwaage
Messbecher
Kleine Schüssel mit Deckel
Esslöffel
Küchenmaschine mit Knethaken
Große Schüssel
Backpinsel
Teigspachtel
Backofen
Backtrennpapier
Mittlere Schüssel
Großes Brett oder Einschießer
Sprühflasche
Backstein
Fettpfanne
Ofenhandschuhe
Zubereitung:
Seht euch mein Video an, dort wird alles Schritt für Schritt erklärt. 😉
💡 Profi-Tipps für die Schwäbischen Seelen:
- Feuchte Hände beim Formen: Da der Seelenteig durch den hohen Wasseranteil sehr weich ist, solltet ihr eure Hände und die Arbeitsfläche immer gut mit Wasser befeuchten. Das ist das Geheimnis, um die Teigstränge traditionell auszuheben, ohne dass der Teig an den Fingern kleben bleibt.
- Backen auf dem Backstein: Für die perfekte, rösche Kruste heizt euren Backstein für 30–40 Minuten bei maximaler Hitze (240 °C) vor. Die direkte Hitze von unten sorgt dafür, dass die Seelen im Ofen sofort nach oben schießen und ihre großen Poren bilden.
- Dampf für den Glanz: Gebt direkt nach dem Einschießen der Seelen kräftig Dampf (Beschwaden) in den Ofen. Das hält die Teigoberfläche dehnbar und verleiht dem Gebäck nach dem Backen einen wunderschönen, appetitlichen Glanz.
- Dinkel-Fokus: Dinkelteige sind beim Kneten empfindlicher als Weizenteige. Knetet den Teig nur so lange wie nötig, bis er eine glatte Struktur hat, damit er beim Backen schön stabil bleibt.


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