Ein kräftiger Roggensauerteig ist das Herzstück der handwerklichen Brotbäckerei. Er sorgt für das unverwechselbare Aroma, eine herrliche Kruste und macht das Brot besonders bekömmlich. Doch man muss keinen Sauerteig kaufen – ich zeige euch, wie ihr euer eigenes Anstellgut in nur 4 bis 5 Tagen ganz einfach selbst züchtet.

Sobald euer Sauerteig die nötige Reife erreicht hat, ist er fast unbegrenzt haltbar, wenn ihr ihn richtig pflegt. Ich erkläre euch genau, wie ihr ihn einmal pro Woche mit Mehl und Wasser ‚füttert‘, damit er aktiv und triebstark bleibt.

In meinem Schritt-für-Schritt-Video begleite ich euch durch die entscheidenden ersten Tage der Fermentation, damit ihr genau seht, wie sich die Bläschen bilden und wann euer Sauerteig bereit für das erste eigene Brot ist.

Viel Erfolg beim Ansetzen eures ersten Sauerteigs! Schreibt mir gerne in die Kommentare, wie sich euer ‚Neuzugang‘ entwickelt.

Sauerteig Grundrezept:
70 g warmes Wasser
3 g Hefe
3 g Honig
30 g Roggenmehl Type 1150
20 g Roggenmehl Type 1150
3 g Wasser

Materialliste:
Backbrett oder Tisch
Küchenwaage
Schüssel mit Deckel
Teelöffel
Kühlschrank

Zubereitung:
Seht euch mein Video an, dort wird alles Schritt für Schritt erklärt. 😉

💡 Profi-Tipps für die Sauerteig-Pflege

Der Geruchstest: Ein gesunder Roggensauerteig riecht angenehm säuerlich-fruchtig, fast ein bisschen wie Apfel oder Essig. Riecht er stechend oder modrig, ist Vorsicht geboten.

Die richtige Temperatur: In den ersten 4–5 Tagen mag es der Sauerteig warm (idealerweise 25–28 °C). Ein Platz in der Nähe der Heizung oder im ausgeschalteten Ofen mit brennender Lampe ist ideal, um die Milchsäurebakterien zu aktivieren.

Hygiene ist das A und O: Verwendet immer ein sauberes Glas oder Schüssel und saubere Löffel. Da wir mit lebenden Kulturen arbeiten, verhindert Sauberkeit, dass sich unerwünschter Schimmel bildet.

Das richtige Füttern (Auffrischen): Wenn ihr euren Sauerteig im Kühlschrank lagert, füttert ihn etwa einmal wöchentlich. Ich nehme meist 30–50 g Roggenmehl und die gleiche Menge lauwarmes Wasser. Gut verrühren, kurz bei Zimmertemperatur anspringen lassen und dann zurück in die Kühlung.

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